• Anssi

#3 Satsang | Fragen & Antworten

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Frage 1

Gibt es für den Erwachten noch menschliches Wachstum und entsprechende Herausforderungen?


Anssi

Ja, natürlich. Alles andere wäre ja auch nichts, was du bevorzugen würdest.

Es wäre wie ein Spiel, das du immer haushoch gewinnen würdest, ohne Herausforderungen oder Wachstumsmöglichkeiten. Wer will das? Gott sei Dank, ist es nicht so.


Du solltest hier nicht die unterschiedlichen Ebenen deines Seins verwechseln. Du bist ein multi-dimensionales Wesen. Die Ebene der Erwachtheit ist eine andere als die Ebene des Menschseins.


Die Ebene der Erwachtheit steht in der Rangordnung der Wahrheit über der menschlichen Ebene. Sie ist also realer als die menschliche Ebene. Echter. Wahrer. Sie ist mehr „du“ als der Mensch, der du (noch) zu sein scheinst.


Insofern gibt es keine menschlichen „Erwachten“, es gibt nur eine vermenschlichte Erwachtheit. Anders gesagt: Das Erwachen ist keine menschliche Eigenschaft, der ganze Mensch ist eine Eigenschaft der Erwachtheit. Der Mensch beinhaltet das Erwachen nicht, die Erwachtheit beinhaltet den Menschen – und alles, was ihn umgibt.


Auf der Seins-Ebene der reinen Erwachtheit gibt es keine Veränderungen und damit weder Wachstum noch Herausforderungen. Die Erwachtheit ist immer vollkommen. Immer im Frieden. Zeitlos frei. Ganz unabhängig davon, was auf der menschlichen Ebene passiert.


Aus diesem Grund wird auch nie jemand einen sogenannten „Erwachten“ an seinem Verhalten erkennen. Weil das menschliche Verhalten und die erwachte Ebene zwei unterschiedliche Realitäten sind, zwei unterschiedliche Ebenen des Seins, die parallel koexistieren und paradoxerweise gleichzeitig eins sind.


Frage 2

Wozu braucht der Planet oder die Konstruktion einer Erde die Existenz von Menschen?


Anssi

Das brachte mich zum Lachen. Danke dafür.


Frage 3

Warum komme ich mit meiner ältesten Tochter nicht in die Liebe, trotz Vergebungsarbeit? Ihr ältester Sohn hat das gleiche Problem mit ihr.


Anssi

Wenn ich das richtig sehe, wünschst du dir mehr Liebe und Zuneigung von deiner Tochter.


Aber Liebe lässt sich nicht einfordern. Du hast keinerlei Anspruch darauf. Ihre Liebe unterliegt nicht deiner Kontrolle. Sie liegt jenseits deiner Einflusssphäre. Erkenne das.


Niemand wählt, wie tief man einen anderen Menschen lieben kann. Du wählst das nicht, sie wählt das auch nicht. Erinnere dich: Du hast deine Liebe zu ihr oder zu einem anderen Menschen nie durch deine eigene Entscheidung erwirkt oder beschlossen. Die Liebe war einfach da. Sie ist einfach erblüht – ohne dein Zutun.


Lasse deine Tochter frei, dich zu lieben oder dich nicht zu lieben. Fordere nichts von ihr. Drücke stattdessen deine Liebe aus, wann immer es sich für dich gut anfühlt. Und du wirst sehen, dass geteilte Liebe keine Gegenleistung braucht, weil sie dich beim Geben sofort selbst erfüllt. Und wenn sie es nicht tut, dann ist es keine geteilte Liebe, sondern eine Forderung nach Liebe, die sich als geteilte Liebe maskiert.


Wenn eine geteilte Liebe aus einer Liebes-Bedürftigkeit kommt, also in Wahrheit eine Forderung nach Liebe ist, bringst du deine Tochter in eine Position, wo sie dir Liebe schuldig scheint. Und wenn sie ihre Liebe zu dir aus einer solchen Position erwidert, kannst du ihre Liebe nicht wertschätzen. Denn sie wäre nicht echt. Und deine Tochter wird ihre Liebe zu dir – zu recht – lieber verweigern. Denn Liebe zu geben, weil man sie jemanden schuldig ist, ist keine Liebe und sie erfüllt einen auch nicht.


Liebe ist eine Blume, die nur auf dem Feld der Freiheit wächst.


Solange du deine Tochter also nicht vollkommen frei lässt, dich nicht zu lieben, solange du alle deine Ansprüche und Forderungen an sie nicht vollkommen loslässt, kann ihre Liebe zu dir nicht wachsen. Warum?


Weil niemand, der in einer Bringschuld steht, authentisch lieben kann. Ihre Liebe ist ein Geschenk und kein Kredit, den sie abbezahlen müsste, weil du in der Vergangenheit so liebevoll oder fürsorglich warst. Deine Tochter schuldet dir nichts. Nichts!


Lasse sie frei. Lerne, dich selbst mehr zu lieben. Und je mehr Liebe durch dich selbst und in dir selbst erblüht, desto mehr wird sie dir auch von deinem Umfeld gespiegelt. Desto größer wird auch die Chance, dass auch deine Tochter dir ihre Liebe zeigt. Aber das muss sie nicht. Sie ist ein freies Wesen. Es ist dein Job, dich zu lieben, nicht ihrer.


Frage 4

Sind die parallelen Realitäten ein Konzept?


Anssi

Ja und nein. Ich meine, wenn ich jetzt über die Wand in deinem Zimmer spreche, dann ist es ein Konzept in meinem Verstand. Aber laufe mal gegen deine Wand und du wirst sehen, dass sie mehr ist als ein Konzept – bitte nicht. ;)


Deine Wand ist auch eine parallele Realität. Alles, was du jetzt sinnlich wahrnehmen kannst, ist eine parallele Realität (und vieles, was du jetzt nicht sinnlich wahrnehmen kannst). Aber darüber zu sprechen, ist ein Konzept. Darüber nachzudenken, ist ein Konzept. Und auch der Nachdenkende selbst ist ein Konzept, weil er ohne Gedanken nicht existiert.


Die wesentliche Frage ist, ob es ein dienliches Konzept für dich ist. Und dies erkennst du daran, ob es dir Freude bereitet, jetzt darüber nachzudenken. Wenn nicht, spielt diese Frage keine so große Rolle.



Frage 5

Mein Vater ist schwer krank, leidet an immensen Schmerzen. Wie schaffe ich es, bei mir zu bleiben und nicht in den Schmerz zu fallen?


Anssi

Durch ein tieferes Verständnis davon, was Mitgefühl ist.


Wir wurden konditioniert, Mitleid mit Mitgefühl gleichzusetzen. Doch Mitleid und Mitgefühl sind Gegensätze.


Krankheit ist ein Energieverlust. Mitleid ist jedoch auch ein Energieverlust. Du verlierst Energie, wenn du mitleidest. Wie soll dein Energieverlust den Energieverlust deines Vaters ausgleichen? Woher soll das Wasser kommen, das den Dürstenden stillt, wenn auch du deine Flasche leerst?


Mitfühlend bist du nur, wenn du einen Energieüberschuss hast, den du mit anderen teilen kannst. Und woran merkst du einen Energieüberschuss? Daran, dass du in der Freude bist, in der Liebe, in der Dankbarkeit, im Frieden.


Viele werden jetzt sagen: Wie kannst du in der Freude sein, wenn dein Vater schwer krank ist? Doch ich sage, du musst erst recht in der Freude sein, wenn du ihm dienen willst. Dein Mitleid nützt ihm überhaupt nichts. Nur mehr Energie könnte ihm helfen.


Zumal du nur die richtigen Ideen empfangen kannst, wie du ihm besser helfen könntest, wenn du in einer hohen Schwingung bist. Und in diese Schwingung kommst du nicht, wenn du dich auf eine falsche Weise verantwortlich für den Zustand deines Vaters fühlst und mitleidest. Das ist nicht dienlich.


Wisse: Dein Vater ist ein göttliches, unsterbliches Wesen. Lasse dich von der körperlichen Erscheinung nicht täuschen. Er ist nie ohnmächtig, auch wenn dies auf der physischen Ebene so scheint.


Es gibt für dich also keinen echten Grund, ihn so zu sehen, als sei er ohnmächtig. Es gibt keinen wahren Grund für dich, nicht im Einklang mit deiner Natur zu sein, die Freude, Liebe und Friede ist.


Denn falls deine Hilfe erforderlich ist, brauchst du mehr Energie. Und je mehr du im Einklang mit deiner Natur bist, desto mehr Energie steht dir zur Verfügung, um dort helfen zu können, wo deine Hilfe tatsächlich gebraucht wird.


Und dort, wo sie nicht gebraucht wird, wo sie nicht Teil deiner Freude ist, brauchst du sie auch nicht zu leisten. Denn letztendlich braucht dein Vater keine Hilfe. Er ist ein göttlichen Wesen. Sehe ihn so, gerade dann, wenn er sich selbst nicht so sehen kann.


Nur weil du ihm eventuell nicht helfen kannst oder sollst, bedeutet dies nicht, dass du ihn nicht liebst. In der Tat könntest du sogar die Hilfe, die er wirklich braucht, dadurch blockieren, dass du dich einmischst, weil du dich aus einem falschen Motiv heraus genötigt fühlst, ihm zu helfen.


Habe Vertrauen in dein Herz. Es weiß, was zu tun oder zu lassen ist. Es ist das, was dir hilft, im Einklang mit deiner Natur zu sein. Denn wenn du es nicht bist, bist du für niemanden eine Hilfe.


Frage 6

Wie kann ich mich dauerhaft selbst genießen?


Anssi

Indem du dich selbst dauerhaft vergisst.


Frage 7

Was kann ich tun, damit mein Herz sich öffnet?


Anssi

Du kannst dich durch Vergebung von allem befreien, was deinen Verstand in der Vergangenheit verankert und dir somit täglich Energie entzieht, die ansonsten in dein Herz fließen würde.


Prüfe, wem oder was du noch nicht vergeben hast – dir selbst, anderen, Gott – und vergib. Vergib allen und jedem. So löst du dich von deiner Vergangenheit, so löst du dich von einer Version von dir, die du längst nicht mehr bist und die erlöste Energie kann wieder zurück in dein Herz fließen.


Frage 8

Ich glaube, diese Person zu sein. Wie kann ich frei sein von diesem Glauben?


Anssi

Indem du dich darum bemühst, die Person zu finden, von der du sprichst und von der du so überzeugt bist, dass sie existiert. Wo ist sie?


Dein Körper ist nicht die Person. Dein Körper hat keine Probleme mit sich selbst. Dein Körper leidet auch nie. Die Person leidet. Die Person ist aber nur ein Strom von Gedanken. Ohne Gedanken keine Person. Die Person ist eine Fiktion.


Glaube mir nicht, finde dieses „Ich“, von dem du immer sprichst. Tue es. Wo ist es ohne Gedanken? Ist dieses Ich ein reales Phänomen? Wenn ja, dann müsste man es ja wahrnehmen können. Überzeuge dich, ob es wirklich existiert.


Oder ist es nur ein Hirngespinst? Ist es vielleicht nur eine Geschichte in deinem Kopf? Und wenn ja, was bist du ohne? Was bist du ohne Gedanken, ohne Geschichte, ohne Ich? Prüfe es.


Frage 9

Wie kann ich mit meiner über 80-jährigen Mutter liebevoll kommunizieren, auch wenn sie meine Wünsche, Träume und Meinungen attackiert?


Anssi

Du könntest dich fragen, ob es generell Sinn macht über Wünsche und Träume zu sprechen, wenn du nicht explizit danach gefragt wirst. Und selbst dann, ist es in den meisten Fällen besser, darüber zu schweigen.


Sinnvoller ist es, über Träume und Wünsche zu sprechen, die du schon verwirklicht hast. Dann sind jene auch nicht angreifbar und führen nicht zu Selbstzweifeln durch fremde Meinungen. Verwirkliche sie doch erst und sprich dann darüber.


Und Meinungen ... Meinungen sind wie Arschlöcher: Jeder hat eins. ;)


Auch eine Meinung ist nicht angreifbar, wenn du verstehst, dass eine Meinung keinen universellen Wert für jeden Menschen hat. Wenn du das verstehst, brauchst du sie nicht zu verteidigen. Dann ist sie nicht angreifbar. Angreifbar ist sie nur, wenn du glaubst, dass deine Meinung für jeden richtig ist. Das ist sie nicht.


Meinungen gleichen eher einer Nahrung: dem einen schmeckt sie und dem anderen nicht. Der eine sollte sie essen, einem anderen würde sie eher schaden. Was kümmert es dich, wie andere darüber urteilen, wie dir dein Essen (Meinung) schmeckt? Das weißt doch nur du.


Und was kümmert es dich, wie es anderen schmeckt? Das kannst du nicht ändern. Wie Meinungen und Worte mit unserem Wesen harmonieren, entscheiden wir nicht. Wir registrieren dies nur. Jeder für sich. Und dies ist bei jedem anderes.


Liebevoll zu kommunizieren, bedeutet, dass dir schmeckt, was du in den Mund nimmst. Fühlt es sich für dich gut an, was du sagst? Erheben deine Worte und deine Kommunikation dein Wohlbefinden? Sind deine Worte ein Ausdruck deiner Selbstliebe? Harmonieren sie mit deiner Natur?


Wenn ja, sind sie nicht angreifbar. So wenig, wie dein Geschmack eines Essens. Warum? Weil nur du deinen „Geschmack“ beurteilen kannst. Was sollte man denn dagegen sagen? „Ne, meiner Meinung nach schmeckt dir dein Essen nicht?“ Das kann niemand beurteilen – außer du.


Und wenn du so achtsam und so bewusst sprichst, dass deine Kommunikation ein Genuss für dich selbst darstellt, dann ist dies liebevoll. Dann brauchst du auch keine Zustimmung von deiner Mutter, die du vielleicht unbewusst suchst, weil du dir den Genuss an deinem eigenen Wesen nicht ausreichend gönnst – sei es auch nur, weil du mit ihr sprichst, obwohl du es gerade gar nicht willst.


Frage 10

Soll ich meinen lauten Kopf einfach nicht beachten oder wie stelle ich die vielen Gedanken ab, die mir ständig durch den Kopf gehen?


Anssi

Mache dir bewusst: Der Wunsch, die Gedanken abzustellen, ist ein Gedanke. Jeder Wunsch ist ein Gedanke.


Es geht nicht darum, die Gedanken abzustellen, sondern darum, zu erkennen, dass sie nichts mit dir zu tun haben und dass ihr Inhalt keine Realität hat.


Wenn du das erkennst, brauchst du sie nicht abzustellen. Du musst ja auch keinen Spielfilm abstellen, um zu erkennen, dass sein Inhalt nichts mit deinem echten Leben zu tun hat.


Der Inhalt deiner Gedanken hat nichts mit dir und deinem echten Leben zu tun. Nur das Hier und Jetzt ist echt. Und das Hier und Jetzt braucht keinen einzigen Gedanken, um real zu sein. Du auch nicht. Sei frei. Genieße dich. Hier und jetzt.

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