• Anssi

#4 Satsang | Fragen & Antworten

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Frage 1

Ich habe oft negative Gedanken, bin mir dessen aber bewusst. Dies schafft wieder negative Gedanken. Was kann ich tun?


Anssi

Scheinbar verurteilst du dich dafür, dass du negative Gedanken hast. Was wiederum negative Gedanken sind. Ein Teufelskreis.


Was sind negative Gedanken? Solche, die nicht im Einklang mit deiner Natur sind. Daher fühlen sie sich Scheiße an (um meinen Seelenbegleiter zu zitieren).


Verurteile dich nicht dafür. Liebe dich in dem Moment, wo dir auffällt, dass dir deine Herz-Intelligenz negative Gedanken bewusst macht. Sei dankbar dafür. Richte deine Aufmerksamkeit weg vom Denken hinein ins Fühlen und sei vollkommen Okay damit, wie du dich fühlst.


Erlaube dir, durch eine Entschleunigung, dich so zu fühlen, wie du dich gerade fühlst. Wärme deinen Gefühlszustand mit deiner Liebe und dem Licht deiner Aufmerksamkeit.


Diese Widerstandslosigkeit gegenüber deiner eigenen Schöpfung ist ein Akt der Selbstliebe. Das erhöht deine Schwingung. Und sobald sich deine Schwingung erhöht, können negative Gedanken nicht mehr empfangen werden, weil sie eine zu niedrige Frequenz haben.


Frage 2

Wie kann ich – in für mich belastenden Situationen – meinem Ego das "Maul" stopfen?


Anssi

So, wie ich es oben bei Frage 1 schon beschrieben habe.


Zudem: Es ist das Ego, das dem Ego das „Maul stopfen“ will. Das Ego ist der Widerstand gegen das, was ist. Das Ego ist das Problem und der Kämpfer gegen das Problem. Der Brandstifter und der Feuerwehrmann in einer Person.


Erkenne: Eine Situation ist nie belastend an sich. Eine Situation hat keine eingebaute Bedeutung oder Wirkung. Du wählst eine Bedeutung. Dadurch, dass du bestimmte Gedankenstrukturen – bewusst oder unbewusst – für die Wahrheit hältst. Und erst diese Wahl hat eine Wirkung. Was auch der Grund dafür ist, warum nicht alle Menschen auf die gleiche Situation gleich reagieren.


Wenn diese Wahl nicht im Einklang mit deiner tiefsten Wahrheit ist, wenn sie nicht mit deiner wahren Natur harmoniert, dann hat sie – Gott sei Dank – eine belastende Wirkung auf dich, damit du dir die Macht deiner Wahl bewusst wirst und dich bezüglich der Bedeutung, die du einer Situation verleihst, umentscheiden und eine Perspektive wählen kannst, die mit deiner Natur harmoniert und deiner tiefsten Wahrheit entspricht. Denn deine Wahrheit kann sich nie schlecht anfühlen.


Frage 3

Jeden Morgen wache ich auf und in meinem Herzen spüre ich Traurigkeit. Was kann ich damit tun?


Anssi

Wann hast du das letzte Mal geweint? Ich meine so richtig geweint. Nicht, wie viele Erwachsene es tun, mit einer Selbstverurteilung, sondern wie ein Kind es tun würde, der Natur unschuldig freien Lauf lassend, um sich endgültig von bestimmten Gedankenstrukturen zu befreien.


Eine spontan auftretende Traurigkeit ist zunächst etwas Gutes, sie hat etwas Heilsames und Reinigendes, vor allem, wenn man sich erlaubt zu weinen. Traurigkeit ist ein Abschiednehmen von Gedankenstrukturen, die einem nicht mehr dienen.


Wenn die Traurigkeit jedoch „stecken bleibt“ und du ihr nicht erlaubst, ihren reinigenden Auftrag zu erfüllen, wird sie chronisch und destruktiv.


Die Traurigkeit kann stecken bleiben, wenn du an dem Glauben festhältst, dass etwas nicht zu Ende gehen darf. Dass etwas deiner Kontrolle unterliegen sollte, was nie deiner Kontrolle unterlag.


Die Traurigkeit kann steckenbleiben, wenn du glaubst, dass das Ende dir nicht nicht. Das Ende dessen, was da zu Ende gehen will. Vermutlich ist da sogar eine Verurteilung oder eine Wut darüber, dass das Leben dir nimmt, was du wertschätzt.


Prüfe, was es ist, das du nicht bereit bist, loszulassen. Vergib dem Leben, in dem Wissen, dass es dir immer dient, auch wenn etwas zu Ende geht. Und dann vergib dir selbst, dass du so lange an etwas festgehalten hast, dass dir in Wahrheit nicht mehr diente. Lasse es los – und weine, wenn du kannst. Liebe dich.


Frage 4

Wenn mein Bewusstsein, mein Verstand diese illusionäre Welt erschafft, wie kann ich denn mit Antworten von dir, die der Verstand verarbeiten muss, erwachen?


Anssi

Gute Frage! I like.


Die klassische Antwort auf diese Frage ist: Manchmal braucht man einen Splitter, um einen Splitter zu entfernen, um im Anschluss beide Splitter wegzuwerfen.


Ich setzte meinen Verstand (Splitter) im Einklang mit meinem Herzen ein, um dich von deinem Verstand (Splitter) zu befreien. Denn so wie alle spirituellen Lehren, die auf das Erwachen ausgerichtet sind, ist auch meine Lehre nur ein Navi, das du nicht mehr brauchst, sobald du am Ziel (Erwachen) angekommen bist (beide Splitter wegwerfen).


Dass dein Verstand alle Antworten verarbeiten „muss“, ist nicht ganz korrekt. Der Hinweis „Sei still“ oder „Ignoriere deinen Verstand“ ist eine Aufforderung, die du dir im Grunde jede Nacht selbst erteilst, um einschlafen zu können. Denn du kannst nicht durch eine Verarbeitung in deinem Verstand einschlafen. Du kannst nur einschlafen, wenn du dich von deinem Verstand löst.


So ist es beim Erwachen auch. Dein Verstand hört die Aufforderung „Sei still“, denn um die Sprache zu verstehen, muss der Verstand dies zunächst verarbeiten, aber gleich danach geht es um das Loslassen deines Verstandes. Wenn du dazu bereit bist. Denn die Wahrheit wird im Nicht-Denken offenbart. Nicht beim Verarbeiten oder Nachdenken, genauso wie beim Einschlafen.


Frage 5

Mir ist aufgefallen, dass ich Angst vor dem Erwachtsein habe, weil dann nichts mehr so ist wie vorher. Wie werde ich die Angst los?


Anssi

Du wirst nicht die Angst los. Denn es ist oft die Angst selbst, die den Glaubenssatz verbrennt, dass du nur ein Mensch bist. Die Angst ist oft ein notwendiger Bestandteil des unmittelbaren Erwachens.


Du löst dich eher von deinen Ansprüchen, wie das Erwachen geschehen soll, und erklärst dich bereit, dass du die Wahrheit um jeden Preis willst.


Ich hörte mal von einer Lehrerin, die nur Schüler*innen aufnahm, wenn sie ihr versicherten, dass sie bereit seien, zu sterben. Und diese Zusicherung nicht nur ein Lippenbekenntnis war, sondern auf der Bereitschaft fußte, alles in Kauf zu nehmen, was für das Erwachen nötig sei.


Denn wenn du bereit bist, für die Wahrheit zu sterben, kann dich die Angst nicht daran hindern, dich selbst loszulassen.


Zudem: Du hast keine Angst vor dem Erwachtsein. Du bist die Erwachtheit und diese ist furchtlos. Wieso solltest du Angst vor deiner eigenen Natur haben? Wieso solltest du Angst vor etwas haben, das du gar nicht kennst? Hast du Angst vor Klubo? Nein! Warum? Weil du nicht weißt, was Klubo ist – ich übrigens auch nicht. :D


Es ist das Ego, das Angst hat. Es hat Angst vor seinen eigenen Projektionen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Du hast keine Angst vor dem Unbekannten. Das geht gar nicht. Angst machen dir nur Gedanken, die du mit dem Unbekannten verbindest. Das Unbekannte selbst kann dir keine Angst machen, weil es unbekannt ist.


Doch um die Wahrheit zu sein, musst du bereit sein, alles zu riskieren. Alles, worauf dein Leben scheinbar fußt: deine ganze Identität. Es führt kein Weg an der Angst vorbei. „Der einzige Weg hinaus, ist der Weg hindurch", wie Osho treffend sagte.


Frage 6

Wenn ein Kunde mit meiner (Putz-)arbeit unzufrieden ist, leide ich, weil ich mir ja Mühe gegeben habe. Wie bekommt man ein dickeres Fell?


Anssi

Das ist nicht wahr: Du leidest nicht, weil dein Kunde unzufrieden ist oder du dir Mühe gegeben hast. Du leidest, weil du etwas tust, was du nicht wirklich tun willst, es dir folglich keine Freude bereitet und du deshalb scheinbar eine Kompensation brauchst, die dir ein Gefühl der Wertschätzung verleiht oder einen Schutz, wenn diese Wertschätzung fehlt.


Mir ist völlig egal, ob meine Leser*innen meine Antworten hier gefallen oder nicht, weil ich liebe, was ich tue, während ich es tue. Und wenn nicht, ändere ich es so, dass ich es wieder lieben kann. Und weil ich liebe, was ich tue, bekomme ich dafür eine Wertschätzung. Wie Innen so Außen. Erst kommt die Selbstliebe, dann die Liebe von außen.


Und ein „dickes Fell“ ist wie eine Burg ohne Türen und Fenster: Du bist zwar scheinbar sicher darin, aber es kommt auch kein Licht herein. Das kannst du nicht wollen, wenn du ein glückliches und gesundes Leben führen willst.


Ein dickes Fell kannst du nur haben, wenn du deine Gefühle unterdrückst, was nur dazu führen kann, dass du alles Schöne und Gute nicht mehr ausreichend fühlen kannst, die Unterdrückung so belastend für dein System ist, dass deine Gesundheit darunter leidet und du, weil dir Energie fehlt, zunehmend Ansprüche an andere stellst, die sie gar nicht erfüllen können, ohne sich selbst dabei zu schaden. Möchtest du das?


Ich denke nicht. Du brauchst also weder ein dickes Fell noch Anerkennung. Was du brauchst, ist eine Arbeit, die du liebst, weil sie deinen Begabungen entspricht und mit deinem Wesen im Einklang ist.


Finde eine Arbeit, die in erster Linie dich erfüllt. Eine Arbeit, die du auch tätest, wenn du kein Geld und keine Anerkennung dafür bekommen würdest. So dienst du dem Ganzen am besten. Und es wird dich überraschen, wie viel Anerkennung du dafür bekommen wirst, ohne dass du sie brauchst. Liebe dich.


Frage 7

Einerseits erkenne ich den illusionären Charakter von Zeit, dennoch existiert Zeit irgendwie, wir können z.B. die Periode eines Pendels messen. Was ist Zeit?


Anssi

Richtig, wir können die Dauer einer Bewegung messen, aber nicht die Zeit. Zeit lässt sich nicht messen. Zeit ist ein Maßstab für die Dauer einer Bewegung, so wie der Meter ein Maßstab für die Größe einer Form ist.


Aber man kann weder einen Meter messen noch die Zeit, denn beides sind keine Realitäten, sondern abstrakte Konzepte. Es gibt wahrnehmbare Bewegungen, aber keine wahrnehmbare Zeit. Auch die Uhrzeit ist eine Bewegung, die die Bewegung des Lebens symbolisiert.


Doch selbst Bewegungen sind aus einer erwachten Perspektive eine Illusion. Das heißt nicht, dass sie nicht wahrnehmbar oder irrelevant sind, sondern dass sie nicht der tiefsten Wahrheit entsprechen, die wir sind. So wie ein Spielfilm zwar eine wahrnehmbare Illusion ist, aber in der Rangordnung der Echtheit unter dem steht, was wir das echte Leben nennen.


Und wenn alle Bewegungen schon eine Illusion sind, ist es erst recht die Zeit. Das, was du jenseits deiner menschlichen Hülle bist, bewegt sich nie und ist daher zeitlos. Erkenne das und du bist frei von Zeit.


Frage 8

Wie erkenne ich klarer in Entscheidungssituationen, ob diverse Stressgefühle ein Herzensnein anzeigen oder Identifikation mit unstimmigen Gedanken, obwohl das Herz der Entscheidung zustimmt?


Anssi

Du scheinst hier, etwas unnötig zu verkomplizieren. Wenn du vor einer Entscheidung stehst, sagst oder denkst du innerlich einfach: „Ich möchte jetzt X (tun)“.


Diese Information wandert sofort zu deinem Seelenverstand und dein Seelenverstand sendet dir sofort eine Antwort in dein Herz zurück, das die Antwort in ein Gefühl übersetzt.


Und wenn dieses Gefühl keine Freude ist, keine Erhebung, keine Weite, keine Leichtigkeit, keine Kraft oder nichts Lichtvolles, dann ist es nicht die richtige Entscheidung.


Dann probierst du nie nächste Alternative aus: „Ich möchte jetzt Y (tun)“ usw. Bis du ein positives Signal bekommst.


Statt eine Aussage wie „Ich möchte jetzt X (tun)“ kannst du auch eine Frage formulieren: „Soll ich jetzt X (tun)?“ Probiere aus, was in der jeweiligen Situation besser funktioniert.


Die Unklarheit kann daher kommen, weil du zu viele Gedanken auf einmal denkst. Prüfe daher immer nur eine Aussage oder eine Frage und sei beim Empfangen der Antwort im Herzen ansonsten möglichst mental still. Denn jeder Gedanke löst ein Gefühl aus. Und wenn du viel dabei denkst, empfängst du auch kein klares Signal im Herzen.


Frage 9

Wenn das, was mir grad Freude machen würde, aber gerade nicht geht? Weil andere da sein müssten und nicht da sind?


Anssi

Wenn es jetzt nicht geht, ist es auch nicht die beste Option. Die beste Option steht dir immer jetzt zur Verfügung. Alles andere ist ein selbstlimitierender Glaube.


Frage 10

Nichtstun hat nichts mit Nicht-Handeln zu tun, oder? Ich verstehe "Nichtstun" nicht so wirklich. Kannst du es mir etwas verdeutlichen?


Anssi

Das lässt sich nicht wirklich verstehen, solange du nicht wahrnehmen kannst, dass Nicht-Handeln und Handeln gleichzeitig koexistieren und keine Entweder-Oder-Gegensätze bilden.


Dein wahres Selbst tut nämlich nie etwas, während deine menschliche Erscheinungsform gleichzeitig immer etwas tut, selbst im Schlaf bewegen sich deine Zellen/Atome/Energien schließlich.


Das ist ein Mysterium, ein Paradoxon, das sich dir erst mit dem Erwachen erschließt. Allerdings gibt es einen anderen Weg, das Ganze in einen verständlicheren Kontext zu setzen. Nämlich durch die Frage: Was willst du hier und jetzt? Möchtest du jetzt erwachen oder möchtest du etwas anderes?


Wenn du hier und jetzt etwas anderes willst als Erwachen, spielt das Nichtstun keine Rolle. Vergiss es einfach. Es ist so wie beim Einschlafen: Wenn du jetzt nicht einschlafen willst, spielt das Nichtstun keine Rolle.


Aber wenn du hier und jetzt Einschlafen oder Erwachen willst, spielt das Nichtstun eine große Rolle. Denn all dein Tun hat ein persönliches Motiv, aber du kannst deine Person weder in den Schlaf mitnehmen noch ins Erwachen. In beiden Fällen macht das Leben es für dich, wenn du nichts tust.

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