• Anssi

#7 Satsang | Fragen & Antworten

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Frage 1

Mein Herzenswunsch – den Dauerzustand, wo Sinn und Sein sich verbinden -, wo kann ich meine Undiszipliniertheit abgeben, um die 365-Tage-ANSSI-Meditationen durchzuführen?


Anssi

Dein Kopf macht daraus mehr, als es ist. Dein Kopf kreiert die Vorstellung, dass er 365 Tage lang eine Meditation ausführen müsste. Es scheint, als wäre dies eine riesige Aufgabe. Das ist nicht die Wahrheit.


Die Wahrheit ist: Du brauchst dir nur einmal fünf Minuten Zeit zu nehmen. Das ist keine große Aufgabe. Das ist weniger Zeit, als du im Bad verbringst. Das lässt sich leicht bewältigen.


Und dann kommt ein neuer Tag. Und wieder brauchst du dir nur fünf Minuten Zeit zu nehmen. Keine große Sache. Das ist leicht.


Frage 2

Lieber Anssi, wird dein Körper noch krank (Schnupfen, Kopfschmerzen, Grippe, Krebs usw.), und wenn ja, wie gehst du damit um?


Anssi

Ja. Wenn es nur eine Erkältung oder Ähnliches ist, dann mache ich mir keine Gedanken. Ich genieße diese Zeit der Ruhe.


Wenn es jedoch etwas Überraschendes ist, dann betrachte ich es als ein Zeichen für einen nicht erfüllten Herzenswunsch oder für egoistische Tendenzen, die ich bisher übersehen hatte. Denn das raubt mir Energie, die für die Erhaltung meiner Gesundheit nicht mehr zur Verfügung steht.


Auf diese Weise nutze ich die intelligenten Signale meines Körpers, um Hinweise zu erhalten, wie ich mein Dasein in eine noch tiefere Form der Erfüllung bringen kann.


Ich suche die Ursache also immer erst im Inneren, weil das in meiner Einflusssphäre liegt und alles andere mich nicht ermächtigen würde.


Zudem hilft es mir, mich an eine Aussage eines Mediziners zu erinnern, der sinngemäß Folgendes behauptet: 95 Prozent der Körperzellen müssen gesund sein, damit man als Mensch lebendig bleibt. Das bedeutet, wenn man noch am Leben ist, ist man immer zu über 95 Prozent gesund.


Das sollte man nie vergessen, da sich das leidfixierte Ego auf die „kranken“ Zellen konzentriert, jene aber nur eine extrem kleine Minderheit bilden. Vergessen wird leider oft, dass man für die über 95 Prozent gesunden Zellen dankbar sein darf. Und Dankbarkeit ist eine wirksame Arznei.


Frage 3

Ist der Wille, der zur eigenen Freude und zum Wohlbefinden führt, auch dienlich, wenn er gleichzeitig Leid für andere Wesen verursacht?


Anssi

Es kommt darauf an, ob der entsprechende Wille wirklich aus einer dienlichen Quelle kommt. Der dienliche Wille dient immer allen. Deshalb ist er dienlich.


Es ist ein Irrglaube, dass der Wille, der dir dient, anderen nicht dienen könnte.

Im Gegenteil: Ein dienlicher Wille dient immer allen. Ein undienlicher Wille dagegen schadet immer allen. Die Natur kennt nur Win-Win- oder Lose-Lose-Situationen.


Bedeutet das, dass es jedem sofort besser geht, wenn du einem dienlichen Willen folgst? Nein. Denn manchmal ist deinem Gegenüber nicht bewusst, dass er einem undienlichen Willen folgt, der mit deinem dienlichen Willen in einen Konflikt geraten könnte.


Beispiel:Angenommen, jemand möchte sich aus einer unbewussten Liebesbedürftigkeit heraus mit dir verabreden.


Das bedeutet: Ihm oder ihr ist nicht bewusst, dass das Motiv, das dieses Treffen erwirken will, darin besteht, dir deine Energie zu rauben, um ein unbewusstes Bedürfnis zu kompensieren.


Nehmen wir weiter an, dass du diesem Treffen nicht zustimmst, weil du fühlst, dass dir etwas anderes zu diesem Zeitpunkt mehr Freude bereiten würde, ein dienlicher Wille.


Dann ist deine Absage dienlich, obwohl dein Gegenüber beleidigt sein könnte und es so aussehen mag, als würdest du ihm Leid zufügen.


Tatsächlich hilft deine Absage deinem Gegenüber, in seinem Verständnis zu wachsen, wie er seine Energie einsetzen kann, um Liebe aus sich selbst zu schöpfen, statt Energie von anderen zu rauben.


Deine Absage ermächtigt dein Gegenüber (in diesem Beispiel). Sie dient ihm. Auch wenn es kurzfristig so aussehen mag, dass sie ihm Leid zufügt.


In Wahrheit verhindert deine Absage, dass dein Gegenüber sich noch größeres Leid antut, weil er durch deine Zusage langsamer aus seiner Unbewusstheit herauskommen würde.


Was dem Ganzen dient, kannst du also nicht nur an der Reaktion deines Gegenübers ablesen. Du kannst dich jedoch darauf verlassen, dass alles, was dir wirklich guttut, auch dem Ganzen dient. Ansonsten würde dir dein Wille nicht wirklich guttun.


Frage 4

Warum danach streben, zu erwachen, wenn ich schon vollkommen bin, da ich genau das bin, was ich JETZT sein kann?


Anssi

Wenn du dir auch vorstellen kannst, wie du eine Mahlzeit zu dir nimmst, warum solltest du dann eine echte Mahlzeit essen?


Anders gesagt: Wenn es dir reicht, dir vorzustellen, dass du vollkommen bist, dann gibt es für dich keinen Grund, nach dem Erwachen zu streben.


Ob es dir reicht, ob es dich satt macht, kann ich nicht für dich beurteilen.


Frage 5

Ist es richtig aufgrund einer schlechten Diagnose, nicht durch Gedanken gute Gefühle zu erschaffen, sondern zu versuchen, still zu sein und Ängste auszuhalten?


Anssi

Ängste „auszuhalten“ ist kein liebevoller Umgang mit deiner eigenen Intelligenz. Denn Angstgefühle weisen dich darauf hin, dass du eine Unwahrheit glaubst. Angst sollte daher nicht „ausgehalten“, sondern mit Dankbarkeit begrüßt werden.


Was du nicht aushalten solltest, sind jene Gedanken, die Angst in dir erzeugen, denn diese Gedanken dienen dir nicht. Während die Angst dir dient, weil sie dich eben auf diese Gedanken hinweist.


Und zu den positiven Gefühlen: Was meinst du? Schwächen positive Gefühle deinen gesundheitlichen Zustand oder stärken sie ihn?


Frage 6

Wenn Leben Gottes-Bewusstsein ist und Gott in mir ist, bin ich dann auch Gott? Menschliches Gottesbewusstsein. Also ist die Welt in mir?


Anssi

Gott ist eine Ebene deines Seins. Das ist korrekt.


Aber von einem „menschliches Gottes-Bewusstsein“ zu sprechen, ist inkorrekt, da Gott in der Rangordnung der Ebenen über dem Menschen steht.


Gott ist nicht im Menschen, der Mensch ist in Gott, so wie der Körper nicht im Organ ist, sondern das Organ im Körper.


Der Körper steht in der Rangordnung der Ebenen über dem Organ und Gott steht auf die gleiche Weise über dem Menschen.


Es ist jedoch ein Irrtum, zu glauben, dass man durch eine logische Schlussfolgerung die göttliche Ebene des Seins erkennen könnte.


Da du diese Frage stellst, ist offensichtlich, dass du die göttliche Ebene nicht erkannt hast, so wie du offensichtlich nicht die Frage stellen würdest, ob du einen Körper hast, weil du ihn direkt wahrnehmen kannst.


Die ganze Welt befindet sich in dir. Aber nicht in dir als Mensch, sondern in dir als göttliches Wesen. Dies wird offensichtlich, wenn du die göttliche Ebene deines Seins erkennst.


Frage 7

Warum schiebt ein Mensch immer wieder wichtige Dinge vor sich her, schöne und unangenehme?


Anssi

Der Verstand ist darauf ausgerichtet, Energie zu sparen. Jene Energie, die nicht das Überleben fördert. Innere Entwicklung und inneres Wachstum fördern aus einer Ego-Perspektive nicht das Überleben, sondern dienen der Auflösung des Egos. Daher schiebt das Ego diese Dinge auf.


Frage 8

Ist nicht der innere Beobachter auch nur ein Gedanke?


Anssi

Der „innere Beobachter“ als eine Idee in deinem Kopf, ist ein Gedanke. Das ist korrekt.


Aber was beobachtet das Aufkommen dieser Idee? Was beobachtet das Aufkommen aller Gedanken, inklusive des Gedankens, der eine Frage hat?

Diese Instanz ist kein Gedanke. Diese Instanz ist nicht einmal der Mensch. Diese Instanz hat keine Form.


Das ist auch der Grund, warum diese Instanz nicht nur Gedankenformen beobachten kann, sondern GLEICHZEITIG vieles andere, was dieser Augenblick enthält. Innen und außen zusammen.


Löse dich von der Vorstellung, eine Form zu haben. Erlaube dir, nichts zu sein und du wirst erkennen, dass du alles bist.


Frage 9

Wie gehst du mit Ich-Menschen um?


Anssi

Genauso, wie ich mit allen Menschen umgehe: Ich sehe alle Menschen als einen Teil von mir. Was auch immer „Ich-Menschen“ sind. :)


Frage 10

Was ist Hingabe?


Anssi

Das Gegenteil von Kontrolle ist Hingabe. Durch Kontrolle setzt du die Ursache für eine Wirkung. Durch Hingabe entsteht eine Wirkung, obwohl du nicht die Ursache dafür setzt.


Kontrolle ist das Nachdenken, das Imaginieren, das Lenken deiner Aufmerksamkeit, die Ausführung körperlicher Bewegungen und das Sprechen. Bei all diesen Dingen setzt du eine Ursache, um eine Wirkung zu erzielen.


Aber nicht alle Wirkungen geschehen, weil du eine Ursache setzt. Folgendes passiert ohne deine Kontrolle: dein Herz pumpt, deine Verdauung läuft, deine Sinne nehmen wahr und du empfängst mühelos Energie – unter anderem.


Etwas Wohlwollendes passiert dir also ständig, ohne dass du das kontrollieren bräuchtest. Das heißt, es gibt eine Kraft, die für deine Lebendigkeit sorgt. Eine Kraft, die du nicht unter Kontrolle hast. Und dennoch vertraust du ihr. Das ist eine Art der Hingabe.


Hingabe ist möglich, weil du deine Lebendigkeit ohnehin nicht kontrollierst. Deine Lebendigkeit ist ein Geschenk. Durch Kontrolllosigkeit nimmst du dieses Geschenk vollständig an. Nimm es an, genieße es. Erfreue dich daran, dass du nichts tun musst, um zu sein. Dein Genuss an diesem Geschenk ist Hingabe.

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Foto: Ricardo Esquivel

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